Erkenntnisse - und die Taten, die daraus resultieren

Ein – in meinen Augen – weiser Mann meinte mal, dass Antworten auf eine Frage nicht das Ende ist, sondern nur noch mehr Fragen aufwirft. Was für mich nicht heisst, dass ich keine Fragen mehr stelle. ;-)Aber jetzt habe ich verstanden und erlebt, was diese Aussage für mich bedeutet.

 

Meist benötigen wir einen gewissen Leidensdruck, bis wir unangenehmen Angewohnheiten verändern oder aufgeben. Nehmen wir zum Beispiel das Rauchen. Wir alle wissen, dass Rauchen ungesund ist. Die meisten Raucher wissen, dass die Haut altert, die Lunge kaputtgeht etc. Und doch… Einige schaffen es, einige nicht. Auch ich gehöre zu denen, die mehrfach aufgehört und – in unregelmässigen Abständen – wieder angefangen haben.

 

Lange überlegte ich mir, welche Taktik wohl die beste sei. Bis ich zur Erkenntnis kam, dass das sofortige, umfassende Aufhören die beste Taktik für mich ist und ich aufgrund der geringen Anzahl Zigaretten wohl auch keine Entzugserscheinungen aufweisen würde.

 

Soweit so gut. Tja, in der Theorie ist die Erkenntnis segensreich – und die Umsetzung unglaublich einfach. Doch den ersten Schritt zu machen… Ächz.

 

Bis man sich durchringt. Dabei professionelle Hilfe in Anspruch nimmt oder nicht. Aber den Schritt tut. All den Mut zusammennimmt und sich ehrlich im Spiegel anschaut – und die Tat umsetzt.

 

Und wenn man nach langem Ringen den ersten Schritt getan hat… da tun sich weitere Fragen auf: Wie lange halte ich das durch? Welche Herausforderungen und Fallen warten dabei auf mich? Und was kann ich daraus lernen?

 

Egal, ob es sich bei der Fragestellung um Rauchstopp, Eifersucht, Verhaltensmuster o.ä. handelt: der erste Schritt nach der Erkenntnis ist immer der Schwierigste.