Om Shanti

Ich wünsche euch allen frohe Festtage und ein wunderbares 2014. Und uns allen wünsche ich ein friedliches, liebevolles neues Jahr.

 

Mir fiel es lange sehr schwer, Liebe und Zuneigung anzunehmen. Unabhängig und stark wollte ich sein. Frei von Sympathien oder Antipathien von anderen Menschen. Was kümmerte mich deren Meinung? Das bedeutete konsequenterweise aber auch, dass mir die Zuneigung der Menschen nicht nahe gehen durfte, mich nicht wirklich berühren durfte. Ich konnte und wollte Liebe geben, aber nicht annehmen.

 

Das war die schwierigste Lektion im 2013 – Liebe anzunehmen. Nicht nur die Liebe eines Partners, des „Richtigen“. Nein, auch die Liebe, die Zuneigung, die Sympathien von anderen Menschen in meinem Umfeld. Das Gefühl wahrzunehmen, dass sie mich wirklich mögen, dass ihnen mein Befinden echt interessiert. Und dies im Innersten anklingen zu lassen.

 

Lustigerweise ist es genau dies, was dich in dem Moment noch authentischer, noch sympathischer macht. Und genau das ist es, was noch mehr Leute anzieht. Denn ich bin weicher, sanfter, toleranter, mitfühlender geworden. Gleichzeitig aber auch gelassener, ausgeglichener, kühler. Paradoxerweise verhindert das Bewusstsein des Geliebt-werdens, dass ich unnötigerweise bei Menschen nach Zuneigung und Bestätigung suche, die mich nicht mögen. Und das ist total in Ordnung.

 

Unabhängig zu sein ist toll. Liebe zu schenken ist toll. Geliebt zu werden – ja, auch das ist toll. Wenn man es annehmen kann.

 

In diesem Sinne:

Weine nicht um Vergangenes, sondern lächle, weil es schön war.

 

Das 2013 war – trotz allem – schön.