Richtige und falsche Fragen

Zur Zeit höre ich das Hörbuch von Anthony Robbins. Und dabei ging es unter anderem, die "richtigen" Fragen zu stellen. Da mag die Frage aufkommen. Was ist richtig? Was ist falsch? (Diese Beurteilung ist oft auch im Yoga ein Thema.)

 

Richtig und falsch beurteile ich persönlich nach: Was bringt mich weiter?

Richtig ist die Frage, wenn ihre Antwort mich weiter bringt. Und falsch, wenn die Antwort mich nicht weiterbringt.

 

Zum Beispiel die Fragen: Warum trifft es immer mich? Warum ist die Gesellschaft so ungerecht?

Diese Fragen ist für mich persönlich "falsch", weil die Antwort mich in der Entwicklung nicht weiter bringt.

 

"Richtige" Fragen sind für mich: Was kann ich tun, um die Situation für mich zu verbessern? Wie kann ich da weiterhelfen? Wer kann mir dabei helfen?

 

Eine Frage, die mich beschäftigt hatte, war zum Beispiel jene, ob ich meine Praxis am Irchelpark behalten soll - wo ich doch Platz im Yoga2day.institute habe, welchen in mit wenigen Handgriffen jeweils coaching-fähig machen konnte und der verkehrstechnisch besser liegt. Wie ihr euch vorstellen könnt, war diese Frage (so wie sie gestellt wurde) nicht einfach zu beantworten.

Aber folgende Fragen war einfach zu beantworten: Wo fanden bisher mehr Coachings statt? Welche Location hat das grössere Potenzial in Zukunft?

Die Antwort war: die Praxis am Bahnhof Oerlikon. Weil mehr Platz und verkehrstechnisch besser gelegen.

Deshalb werde ich neu "nur" noch 2 Praxen haben: Eine beim Yoga2day.institute am Bahnhof Oerlikon und jene in Esslingen. Und ich fühle mich erleichtert, habe ich mich nun entschieden (das positive Gefühl ist ein guter Indikator, dass dich die für mich "richtige" Entscheidung war).

 

Wir Hochsensible neigen dazu (aber nicht nur wir), uns gedanklich im Kreis zu drehen und in unserer Fantasie die wildesten Szenarien zu kreieren. Und dabei nicht mehr rauszukommen. Wir brauchen lange, bis wir aus diesem Gedankenkarussel wieder aussteigen können. Oder eine heftige Reaktion von aussen - die uns aber wiederum meist verletzt. Wenn wir als (hochsensibler) Mensch zu diesen Gedankenspiralen neigen, ist es hilfreich, sich selber zu trainieren. Das Training beinhaltet dabei

  • das Beobachten der Gedanken
  • das sich-Dissoziieren von (sich nicht-identifzieren mit) den Gedanken ("ich bin nicht der Gedanke")
  • das Durchbrechen der Gedanken
  • den Gedanken mit einem positiven Gedanken ersetzen

Dieses Training wird zuerst mit "einfachen", nicht so belastenden Gedanken geübt, bis wir darin stark werden. Und dann üben wir mit belastenderen Gedanken/Situationen. 

 

Es ist zwar einfach, aber nicht leicht. Es braucht Durchhaltewillen - doch das Resultat ist es mehr als Wert. :)

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